Kleine Entwicklungsgeschichte von Hauges Handwerksglas


Da ich auch weiterhin mit Glas arbeiten wollte und nicht die finanziellen Möglichkeiten hatte, mir einen Schmelzofen zu leisten, suchte ich nach anderen Techniken. Außerdem war ich an umweltfreundlichen Recyclingtechniken interessiert. Daraus entstand dann meine Geschäftsidee. Nachdem ich 2 Jahre experimentierte und eine Werkstatt bauen ließ, wurde die Firma Heinz auf meine Produkte aufmerksam und bestellte 300 Teile als Kunden- und Werbegeschenke. Eine Werbekampagne mit Broschüren in den Ketchupregalen großer schwedischen Supermärkte hatte einen Pingpongeffekt zur Folge: auch andere Firma wollten sich ein umweltbewusstes Image durch Glasrecycling geben. Januar 1995, ein Jahr nach meiner Firmeneröffnung, wurde ein Gesetz erlassen, das die Firmen verpflichtet, selbst für ihre Glasverpackungen zu sorgen. Heute wird unser Glas in vielen Geschäften in Schweden verkauft, einen kleinen Teil exportieren wir bereits. Dank geringer Energie- und Materialkosten sind unsere Preise verglichen mit anderem Atelierglas relativ niedrig.

Im April 2008 erheilt Hauges Handwergsglas den Umweltspreis der Uppvidinge Kommune. Die Begründung zur Preisverleihung war folgende: "Der Betrieb erhält den Kommune Umweltspreis für ihren verdienstvollen Umwelteinsatz im Jahre 2007. Die Firma hat einen innovativen Prozess zur Umformung von Glasflaschen entwickelt, welcher auf nationaler und internationaler Ebene Anerkennung findet.

Beispiele für einige wichtige Ausstellung im Laufe der Jahre

  • Galleri De 20, Växjö 1994
  • NK Stockholm 1995-96
  • Galleri St. Gertrud, Malmö 1995
  • Galleri Gredelin, Kalmar 1995-96
  • Galleri Svarta Soffan, Stockholm 1996
  • Örebro Slott 1996
  • Noshörningen i Kalmar 1996-01
  • Glasmuseet, Växjö 1997
  • Konstfrämjandet i Uppsala 1999
  • Sydosten i Kalmar 2000
  • Grenada, Spanien 2000
  • Brüssel, Belgien 2001
  • Bromölla Konstförening 2002
  • Tjustbygdens Konstförening Gamleby 2006
  • Struer, Danmark 2007
  • Skansen, Stockholm 2008
  • Galleri Salem, Stockholm 2009
  • Galleriutställning, Vetlanda Hantverksförening 2010
  • Separat galleriutställning på Farum Kulturhus, Köpenhamn 2011
  • Konstutställning på Region Hovedstaden, Hilleröd 2011
  • Liljevalchs, Stockholm 2012
  • Galleri Rasch, Rönne 2012
  • Konsthantverkarna i Ystad, 2012-2013
  • Gambros Konstgalleri, Lund 2013
  • KAOS, kooperativ Österlen 2013

Seit 12 Jahren gebe ich außedem im Winter Kurze zur Glasumformung für Schüler (ca. 160 Praktikanten) aus Orrefors, Kosta und der Kustakademie in Stockholm.

Im Jahre 2000 war ich auf der Messe in Granada in Spanien vertreten, wo ich mit meinem mobilen Ofen arbeitete. Anschließend gab ich einen Kurs in einem Bergdorf in der Nähe. Außerdem war ich als Gastdozent an der Glasschule in Orrefors und Kosta tätig.

Im Früjahr 2006 startete ich ein SIDA-Projekt in Namibia. Marie Johansson arbeitete dort für die Schwedische Afrikagruppe und es gelang ihr von der namibische Regierung und verschiedenen Firmen vor Ort eine finanzielle Understützung für das Projekt zu erhalten. Meine Idee war, eine umweltfreundliche Wiedergewinnungstechnik weiterzugeben, so dass die alten Flaschen, die überall herumliegen, einen Wert erhalten. Junge Auszubildende sollte angelernt werden und damit eine Perspektive für die Zukunft erhalten. Meine Frau und ich waren einen Monat vor Ort und richteten zwei Werkstätten ein, eine in der Kustschule in der Hauptstadt Windhock und eine in einer Berufsschule im Norden Namibias in Ondengwa. Im Herbst 2006 gaben wir dort einen einmonatigen Kursus, woraufhin sechs der besten Schüler zu einen 2-wöchigen Extrakurs anschließend nach Schweden kamen. Das Projekt war sehr geglückt; viele der Schüler arbeiten seither mit einer eigenen Glashütte und lernen ihrerseits neue Schüler an.